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Fabian Deitelhoff

Europäisches Urheberrecht: Fragenkatalog zum Flickenteppich

Aus meinem alten Blog (2012–2017). Der Text steht so, wie ich ihn damals geschrieben habe.

Bild nicht mehr verfügbarEuropäische KommissionDas Urheberrecht ist eine ganz spezielle Sache. Vielen gilt es als überholt und nicht mehr zeitgemäß. Mal abgesehen davon, dass es einem Flickenteppich gleicht. Denn das europäische Urheberrecht ist alles andere als einheitlich. Es gibt eine Vielzahl nationaler Urheberrechte. Ebendiese sollen jetzt einander angeglichen, überarbeitet und modernisiert werden.

Ob das gut geht? Es ist zu befürchten, dass insbesondere die Content-Industrie und Rechteverwerter hinter den Kulissen schon mächtig rotieren, um das Ergebnis den eigenen Wünschen nach anzupassen.

Eine Umfrage?!

Interessanterweise gibt es eine Umfrage(öffnet in neuem Tab), bei denen nicht nur Unternehmen, Verbände und Nicht-Regierungsorganisationen, sondern auch Einzelpersonen teilnehmen können. Mit diesem Beitrag möchte ich dazu aufrufen, die Umfrage ernst zu nehmen und sich zu beteiligen. Leider ist der Fragenkatalog(öffnet in neuem Tab) nur in Englisch verfügbar. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Wer diesen Katalog nicht einfach beantworten und zurückschicken möchte, kann eins der vielen Angebote im Internet nutzen, die ein Ausfüllen beziehungsweise beantworten erleichtern. Unter http://youcan.fixcopyright.eu/(öffnet in neuem Tab) stehen Kataloge bereit, die direkt beantwortet und abgeschickt werden können. Beispielsweise hier und hier. Letzterer ist beispielsweise auf dem 30C3 – 30th Chaos Communication Congress entstanden. Weitere Informationen sind im Blog von Amelia Andersdotter(öffnet in neuem Tab) zu finden. Sie bietet unter anderem einen Leitfaden(öffnet in neuem Tab) an, wie die Piraten die Fragen beantworten würden und werden.

Fazit & Klarstellung

Ob es etwas ändert, wenn wir den Fragekatalog beantworten, ist nicht sicher. Was aber passiert, wenn die Lobby alleine bestimmen kann, können wir uns sicherlich gut ausmalen. Ich möchte mit diesem Beitrag auch nur auf das Vorhandensein der EU-Befragung und der verschiedenen Möglichkeiten, diese zu beantworten, hinweisen. Mir geht es nicht darum, für ein bestimmtes Meinungsbild, beispielsweise in Form eines bestimmten Leitfadens, zu werben.

Füllt den Fragebogen so aus, wie ihr möchtet. Aber füllt ihn aus!

Update – 05. Februar 2014

Heute endet die oben beschriebene Umfrage. Was bei solchen Dingen herauskommen könnte, zeigt ein aktueller Beitrag(öffnet in neuem Tab) auf Golem.de. Zusammengefasst fordert die GEMA Gebühren für die Einbettung von Inhalten. HREF-Tags sind kein Problem, weil „Einfache Hyperlinks sind keine relevante Nutzungshandlung. Ohne diese würde das Internet nicht funktionieren.“ Ah ja. Für das HTML-Tag Video SRC und das Embed-Tag für Flash sollen aber Gebühren fällig werden, denn „Embedded Content, bei dem für den Nutzer nicht klar ist, dass die Datei von einer anderen Seite stammt, sollte hingegen lizenziert werden.“ Ja genau, schöne neue Welt. Wenn YouTube nicht an die GEMA zahlen will, sondern das halt die Webseiten machen, die Videos einbinden.