Sehenswert: Spieleprogrammierung für Einsteiger
Aus meinem alten Blog (2012–2017). Der Text steht so, wie ich ihn damals geschrieben habe.
Auch diese Rezension geht in eine etwas andere Richtung, als die bisherigen Rezensionen auf meinem Blog. Mit Ausnahme der letzten zu einem LEGO-Technic-Buch. Dieses Mal möchte ich das erste Video-Training zum Thema Spieleprogrammierung vorstellen. Allerdings ohne Verlosung, da ich das Training als Download vom Rheinwerk Verlag bekommen habe.
Wer also Lust hat die Geheimnisse hinter der Programmierung eines Spiels zu erfahren, sollte weiterlesen. 🙂
Das Video-Training im Überblick
Rheinwerk(öffnet in neuem Tab), 02/2016, 85 Videos, 13 Stunden Spielzeit
ISBN: 978-3-8362-4059-8, 39,90 Euro
Sprache: Deutsch
Ausstattung: DVD
Download: Auch als Download verfügbar(öffnet in neuem Tab)
Probekapitel: Blicke ins Training(öffnet in neuem Tab)
Gesamtnote: sehr gut – 5,0 von 5 Sternen
Empfehlung: Ja
Bild nicht mehr verfügbarSpieleprogrammierung für Einsteiger: Schritt für Schritt mit C# zum eigenen 2D-Computerspiel (Tom Wendel)
Der Inhalt
Was ein hervorragendes Video-Training. Ich programmiere gerne und widme meine Zeit zwischendurch auch mal einem Spiel. Zocken gehörte schon immer zu meiner Computer-Nutzung dazu. Früher mehr und heute (leider) weniger.
Tom Wendel hat mit der Spieleprogrammierung für Einsteiger ein Training geschaffen, das beide Welten auf eine so schöne Art und Weise miteinander vereint, dass ich gar nicht genug bekommen konnte. Die 13 Stunden Spielzeit habe ich mit viel Spaß und in einer Geschwindigkeit verschlungen, dass ich mich zwischendurch selber bremsen musste, um nicht einfach die Nächte durchzuprogrammieren. 🙂
Das Training ist dabei in zehn Kapitel aufgeteilt:
- Die Arbeitsumgebung einrichten
- Der Weg zum Computerspiel
- Das Spielmodell entwerfen
- Die Ressourcen für das „Rheinwerk-Adventure“
- Die Spielekomponenten zusammensetzen
- Das UI-Framework für das Game-Menü
- Interaktionen mit der Spielumgebung
- Die Spielwelt mit Leben füllen
- Einen Mehrspieler-Modus einrichten
- Das spiel veröffentlichen
Zu Anfang geht es also darum, seine Arbeitsumgebung einzurichten und sich darüber Gedanken zu machen, in welche Richtung das eigene Computerspiel gehen soll. Dabei wird sowohl die technische Seite betrachtet, also welche Game Engines gibt es, als auch Dinge zum Game Design, Spiele-Genres und so weiter. Das Training konzentriert sich auf die Entwicklung eines 2D-Adventures, das nach und nach im Training programmiert wird.
Mir gefällt sehr gut, dass das Training auch Dinge wie andere Engines, Spiele-Genres, Game Design und nicht nur technische Dinge beleuchtet. Auch Unterschiede bei den einzelnen Geräteklasse, wie zum Beispiel Desktop PCs und Konsolen, werden behandelt. Dadurch geben die Trainings einen guten Rundumschlag und konzentrieren sich nicht nur auf einige technologischen Aspekte.
Zu allen Lektionen liegt der Quelltext vor. Ich konnte daher direkt mit einsteigen und die Beispiele nachprogrammieren. Oder mir die fertigen Teillösungen direkt anschauen. Je nach Lust und Laune. Implementiert ist alles in C#. Visual Studio ist nicht zwingend erforderlich.
Was ich an dieser Stelle auch loben möchte, ist die wirklich sehr gute technische Umsetzung des Video-Trainings. Wie am Anfang schon kurz erwähnt, hat mir Rheinwerk die digitale Version als Download zur Verfügung gestellt. Dort gibt es eine ausführbare Datei, die ein eigenes Programm starten. Zwei Screenshots davon gibt es in Abbildung 1 und 2 zu sehen. Das Programm funktioniert hervorragend, die Menüführung ist gut und wenn ich die Anwendung einfach beendet, fängt das zuletzt gesehene Video beim erneuten Öffnen an der richtigen Stelle wieder an. Wirklich sehr gut gemacht.
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Abb. 1: Der Video-Player beim Starten.
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Abb. 2: Eine Video-Lektion im Video-Player.
Fazit & Bewertung
Ich bin wirklich sehr begeistert von dem Video-Training zur Spieleprogrammierung von Tom Wendel. Ein Spiel zu programmieren war lange Zeit ein blinder Fleck bei meinen Tätigkeiten als Softwareentwickler. 🙂 Ich habe mich einfach nicht getraut damit anzufangen. Vermutlich auch, weil ich überhaupt nicht gewusst habe, wo ich denn anfangen soll. Denn das Themengebiet ist schon etwas größer und es gibt viel zu beachten.
Das Wissen aus dem Kurs würde ich gerne mal in einem Workshop weitergeben. Oder vielleicht an einer (weiterführenden) Schule in Form einer AG. Also gerne Kontakt aufnehmen(öffnet in neuem Tab), falls jemand Interesse hat. 🙂
Und zur Sicherheit am Schluss noch einmal: Eine absolute Empfehlung meinerseits für das Video-Training. Macht unglaublich viel Spaß!